Peinlicher Auftritt von Frickenhofen nach 2:0-Führung
Frickenhofen erwischte einen furiosen Start, führte nach 20 Minuten mit 2:0 und schien die Partie zunächst unter Kontrolle zu haben. Was anschließend folgte, war allerdings ein kompletter Einbruch. Waldstetten II drehte die Begegnung und feierte am Ende einen deutlichen 10:4-Erfolg.
Die Gäste aus Waldstetten starteten mit dem Anpfiff zum Angriff, was sie auch durchweg hielten. Frickenhofen hielt zunächst stand.
So kam Frickenhofen in der neunten Minute zum ersten Angriff über die linke Seite. Zunächst wurde der Angriff an der linken Strafraumkante unterbunden, doch der Ball landete bei Cedric Köger, der ihn direkt im Knick versenkte.
Sechs Minuten später hatte der TSGV eine sehr gute Freistoßposition. Max Beyerle visierte den kurzen Pfosten an, doch Kevin Frati entschärfte glänzend. Ignacio Pereda hatte kurz darauf ebenfalls die Möglichkeit und wieder klärte der dritte SV-Schlussmann.
Im Umkehrschluss marschierte der SV aufs Tor, in Person von Cedric Köger. Dieser visierte den langen Pfosten an, der Schlussmann tauchte zwar ab, hatte den Ball aber nicht fest, was Lorenz Hinderberger eiskalt ausnutzte. Komfortable Führung in kürzester Zeit, aber damit hatte es Frickenhofen nicht.
Waldstetten machte nämlich den Ausgleich binnen einer Minute durch Mehmet Kilic und Ignacio Pereda, da Frickenhofen beide Male Totalausfall war. So musste sich Frickenhofen gegen den tempostarken Gegner wieder aufrappeln.
Dies gelang dem SVF nur bedingt und die Führung der Gäste lag schon in der Luft. Mehmet Kilic setzte auf der linken Seite zu einer Flanke an und Lukas Hofbauer schoss den Ball direkt in den Kasten. In der 37. Minute stand es 3:2 für die Gäste.
Frickenhofen schwamm nun förmlich und Louis Itzelberger hatte ganz leichtes Spiel, als die Abwehr von Frickenhofen wieder einmal abschaltete und den Ball nicht sauber klärte. Nur zwei Minuten später führten die Gäste mit 4:2 – hochverdient, weil Frickenhofen nur noch schlief.
Gelb-Schwarz wurde in der Pause wieder belehrt und pfiff zum Gegenangriff mit dem Wiederanpfiff. Zuerst war es Cedric Köger, der es von der rechten Strafraumkante in Richtung langen Pfosten versuchte, doch der TSGV-Keeper klärte souverän.
Dann war es Lorenz Hinderberger mit einem lupenreinen Fallrückzieher, welcher noch auf der Linie geklärt wurde.
Beim Folgeangriff sollte aber der Anschlusstreffer gelingen. Frickenhofen durch die Mitte und Paul Hinderberger lief alleine auf den Torhüter zu. Dieser kam herausgeeilt und Hinderberger lupfte den Ball in der 50. Minute zum 3:4 über ihn.
Die Freude blieb wiederum nur kurz, weil Waldstetten wieder innerhalb von zwei Minuten zwei Tore schoss. In der 56. Minute trat Steffen Baur einen Freistoß kurz nach der Mittellinie aufs SVF-Gehäuse. Diesen unterschätzte Torspieler Kevin Frati und so stand es 3:5.
Nico Geiger schlängelte sich anschließend elegant durch die löchrige Abwehr und kurzerhand führte Waldstetten wieder mit 6:3.
Torgefährlich war Frickenhofen trotzdem, wenn sie zu einem Angriff ansetzen konnten. Dies bewiesen Cedric Köger und Finnegan Messer in der 67. Minute. Erst scheiterte Köger, doch Messer machte den Nachschuss zum 4:6.
Einen weiteren schönen Torschuss mit Happy End gab es von Max Beyerle. Er versuchte es von der rechten Seite auf Strafraumhöhe und versenkte die Kugel am langen Pfosten. Dieser Drop war nun vollends ausgelutscht, trotz des aufbäumenden Frickenhofens.
Ein Doppelschlag von Waldstettens Ignacio Pereda in der 82. und 83. Minute nach erbärmlichen Fehlpässen der Abwehr schraubte den Spielstand noch weiter in die Höhe.
Es hörte aber auch danach nicht auf. Frickenhofen verlor den Ball im Mittelfeld und Nico Geiger konterte die Hintermannschaft gekonnt aus.
So kassierte Frickenhofen eine historische Niederlage, was womöglich nicht die letzte sein wird. In den kommenden Wochen geht es zudem ersatzgeschwächt weiter.
Torfolge: 1:0 Cedric Köger 9', 2:0 Lorenz Hinderberger 20', 2:1 Mehmet Kilic 23', 2:2 Ignacio Pereda 24', 2:3 Lukas Hofbauer 37', 2:4 Louis Itzelberger 39', 3:4 Paul Hinderberger 50', 3:5 Steffen Baur 56', 3:6 Nico Geiger 58', 4:6 Finnegan Messer 67', 4:7 Max Beyerle 75', 4:8 Ignacio Pereda 82', 4:9 Ignacio Pereda 83', 4:10 Nico Geiger 92'.
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