Wer ist online

Aktuell sind 259 Gäste und keine Mitglieder online

Doppelinterview in Frickenhofen

Neuzugänge aus einem anderen Verein werden immer mit Fragen von Thomas Nast konfrontiert, fliehen ist da zwecklos. Heute mit Rückkehrer Daniel Müller und Jeton Ismaili. 

Daniel Müller hat die goldene Zeit von Frickenhofen miterlebt, da er jetzt so langsam in ein Alter kommt wo die ein oder andere Verletzung andauert, wechselte dieser zu seinem Heimatverein um dort irgendwann seine Kickschuhe an den Nagel zu hängen. Aber lest selbst was dieser zu sagen hat.  


Nast: Wie kam es dazu, dass du "nach Hause" kommst? Was war ausschlaggebend?

Müller: Der SVF ist mein Heimatverein und für mich war klar, dass ich meine Kickschuhe irgendwann in der Gifthütte an die Wand nageln werde. Durch Verletzungen etc. ist die verbleibende Zeit zum Kicken absehbar. Darum habe ich noch schnell gewechselt bevor ich überhaupt nicht mehr laufen kann.

Nast: Was ist dein Ziel? Was erwartest du?

Müller:  Mein Ziel ist es mit der Mannschaft nochmal einen Schritt nach vorne zu kommen und in naher Zukunft wieder um die vorderen Plätze zu spielen. Ich erwarte von mir selbst wieder die gewohnte Leistung konstant auf den Rasen zu bringen. Darüber hinaus kann ich den Jüngeren vielleicht zeigen, wie Härte im Zweikampfverhalten richtig eingesetzt wird (schmunzelt).

Nast: Wird dies deine letzte Station sein?

Müller: Ich bin nun auch schon in einem Alter, in dem man nicht mehr viel hin und her wechseln kann. Daher wird der SVF auch meine letzte Station sein.

Nast: Hat dir dein Wechsel damals etwas gebracht? Wie siehst du deine Entwicklung? Was war dein schönster Moment abseits des SVF?

Müller: Ein Wechsel bringt immer etwas, man muss sich wieder neu beweisen und sich in die erste Elf spielen. In der Mannschaft wird auch der Konkurrenzkampf belebt, was auch alle antreiben sollte, um mehr aus sich herauszuholen. Ich selbst sehe meine Entwicklung als positiv. Ich habe viele neue Dinge gelernt z.B. verschiedene Taktiken. Schönere Momente als die drei Jahre unter Uli Bauer sind schwer zu toppen, da man zwei Aufstiege feiern konnte. Aber ich hatte auch schöne Momente mit dem TV Herlikofen, an die ich mich auch immer wieder gerne erinnern werde.

Nast: Auf was freust du dich am meisten wieder beim SVF?

Müller: Ich freue mich am meisten wieder darauf mit einem kleinen Teil der Meistermannschaft zusammen zu spielen, vor allem den Gegnern wieder das Fürchten zu lehren, wenn der SVF als nächster Kontrahent bei ihm auf dem Plan steht.

Nast: Wie findest du es, dass du dich auf Grund von Corona nicht ordentlich von deinen Kameraden verabschieden konntest?

Müller: Klar finde ich es sehr schade, dass ich mit dem TVH die Rückrunde nicht mehr ´fighten´ konnte. Leider hat das Corona uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber auch so ist es gut, dass der TVH weiter in der A-Klasse spielt. Ich wünsche allen Spielern, dem Trainer und all denen, die mich die letzten Jahre begleitet haben alles Gute. Nast: Daniel ich danke dir für deine Zeit und hoffe wieder auf goldene Zeiten.

Jeton Ismaili ist kein Unbekannter in Ostwürttemberg. Er ist auch etwas ins Alter gekommen aber will an seiner alten Leistung anknüpfen. Seit seiner Aufzeichnung in FuPa kommt er auf 35 Spiele 28 Tore und 5 Vorlagen, für Frickenhofen ein wahrer Segen. Was dieser zu sagen hat könnt ihr nachfolgend lesen.

Nast: Hey Jeton, freut mich sehr dich beim SV Frickenhofen begrüßen zu dürfen. Wie hast du den Weg zu uns gefunden, zumal du in Schwäbisch Gmünd wohnst?

Ismaili: Ich bin durch Miha nach Frickenhofen gekommen. Wir kennen uns schon sehr lange. Ich habe das Fußballspielen zwar nicht verlernt aber ich bin halt nicht mehr so fit wie damals.

 

Nast: Du sagst ja selbst, dass du nicht der Fitteste bist im Team. Machst du das mit deinem Können am Ball wieder wett?

Ismaili: Ja das stimmt auch und ich will auch kein Geheimnis daraus machen - aber was nicht ist kann ja noch werden. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Spieler und wenn ich mir etwas vornehme, dann arbeite ich sehr hart und zielstrebig an mir. Jeder der mich kennt weiß genau, wenn ich den Ball einmal habe, kann man mich nur schwer von diesem trennen. Vor allem in der Nähe des gegnerischen Strafraums, da landet der Ball meistens im Netz.

Nast: Was erwartest du vom SV Frickenhofen? Was sind deine eigenen Ziele?

Ismaili: Ich bin ein Kämpfer, ein Löwe und strebe immer das bestmögliche an. In diesem Fall wäre es Meister zu werden. Nast: mit der ersten oder zweiten Mannschaft? Ismaili: Es ist egal wo. Ich helfe dort, wo man mich gerade braucht und werde alles geben.

Nast: Dein letztes Spiel war im Mai 2018. Was war los die letzten 2 Jahre? Verletzt oder privat keine Zeit mehr gehabt?

Ismaili: Dies hatte seine privaten Gründe. Jetzt bin ich aber wieder voll motiviert und heiß auf das was kommt.

Nast: Du warst ja damals mit zwei von drei Toren am 03. Juni 2017 gegen den SVF mit verantwortlich für den Abstieg von Frickenhofen. Wie denkst du heute darüber?

Ismaili: (lacht) Natürlich tut es mir jetzt im Nachhinein leid aber ich werde es mit meinem Einsatz jetzt wieder gut machen.

Nast: Du bist ja einer vom alten Eisen. Was war bis jetzt deine beste Station und warum?

Ismaili: Mutlangen, weil ich da erst zur Rückrunde 16/17 hin wechselte. Der Verein hat mir damals sehr vertraut, dafür bin ich dankbar. Ich bescherte dem TSV dafür 15 Tore und 6 Assist, um vom Tabellenletzten auf einen Nichtabstiegsplatz zu kommen.

Nast: Zu guter Letzt: was willst du den Gegnern oder unseren Fans noch sagen bevor du wieder auf dem Rasen bist?

Ismaili: Ich war zwar lange weg von der Bildfläche aber kein Gegner sollte mich unterschätzen. Die Fans können sich auf spektakuläre Spiele und vor allem Tore einstellen. Nast: Ich freue mich auf jedenfall mit dir zu kicken und über Spiele von und mit dir zu berichten. Danke für deine Zeit und herzlich willkommen auf der Frickenhofer Höhe.